Offener Brief von Peter Poppmeier an VfGH-Präsident Korinek:

Unwürdiges Schweigen


(Wien, 12/05). Peter Poppmeier, der streitbare Autor und Anwalt, hat in einem offenen Brief an den Präsidenten des Verfassungsgerichtshofs, Karl Korinek, dessen Aussage, er persönlich sei gegen die Öffnung der Ehe für Homosexuelle, scharf kritisiert.

Poppmeier nimmt diese entbehrliche Äußerung Korineks zum Anlass, ihm die lange Geschichte der (Un)rechtssprechung durch den VfGH und die fatalen Folgen daraus vor Augen zu führen. Diskriminierende und menschenrechtswidrige Gesetze wurden und werden vom VfGH solange wie nur irgendwie möglich verteidigt. Auch das kürzlich erfolgte Urteil bezüglich der Mitversicherung gleichgeschlechtlicher Personen wäre ohne den Druck des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte wohl nicht so erfreulich ausgefallen.

[Der Brief im Wortlaut]


„Haupttodesursache homosexueller Jugendlicher ist Selbstmord.“ Davon handelte schon Poppmeiers Buch Aachen. Ein Stück Geschichte. Die Bühnenversion ist mittlerweile auch auf DVD erhältlich (ISBN 3-9501867-5-1).
[Die gundl.at-Kritik zu Aachen]


Text: Michael Langer