| Die Schwelle zwischen Mann und Frau:
Transgender
Transgender stecken seelisch entweder im falschen Körper, d.h. ein geborener Mann will eine Frau sein (teilweise gemischte genetische Anlagen) oder umgekehrt; oder die-/derjenige möchte einfach gelegentlich das andere Geschlecht zum Ausdruck bringen, weil es ihr/ihm innere Erfüllung bringt. Transgender müssen sich nicht unbedingt umoperieren wollen, sie leben allerdings an der Schwelle zwischen Frau und Mann.
Teilweise ist es für die Betroffenen nicht einfach, mit Vorurteilen aus der Gesellschaft umzugehen und es fällt ihnen schwer, Stellung zu beziehen. Oft haben Transgender, welche unter ihren Umständen leiden, sogar das Gefühl, sich rechtfertigen zu müssen. Wichtig für sie ist die Annahme dieser Lebensform in der eigenen Familie (womit man nicht immer rechnen kann) und unter Freunden - denn um überzeugend auftreten zu können, brauchen diese Personen Rückenstärkung.
Diese finden sie auch (und vor allem) unter Gleichgesinnten, mit denen sie in vielen Gesprächen/Treffen ihre Erfahrungen austauschen können, welche der Selbstreflexion dienen und letztendlich zu mehr Selbstannahme führen. Und wer selbstbewusst nach außen gehen kann, mit weniger Hemmungen auf das Umfeld zugeht, der hat oft bessere Chancen auf Verständnis und seine Innenwelt klärt sich. Ein Kreis, der sich schließt.
Auf der Webseite www.graz.transgender.at finden Sie wertvolle und ausführliche Informationen über Transgender, sowie spezielle Gruppentreffen und Veranstaltungen der Transgender Graz angeführt...
Text: Florentine Herz
|
|