| Heinz Fischer zur gleichgeschlechtlichen Liebe:
Für Eingetragene Partnerschaft
(Wien). Auf seiner Homepage anlässlich der Bundespräsidentenwahl nimmt Heinz Fischer zur eingetragenen PartnerInennschaft Stellung. Während seine Gegenkandidatin "eher den katholischen Standpunkt" vertritt, mahnt Fischer zur Einhaltung der Menschenrechte: “.
"Ich bin auch bei gleichgeschlechtlich orientierten Menschen gegen jede Diskriminierung, daher muss es ihnen ermöglicht werden auf Dauer eingerichtete Lebensgemeinschaften einzugehen, die auch rechtliche Wirkungen entfalten.
Was die sogenannte "Homo-Ehe" betrifft, sind für mich die Grundsätze der österreichischen Bundesverfassung und der internationalen Menschenrechtskonvention maßgebend: Niemand darf wegen seiner sexuellen Orientierung diskriminiert werden; alle Menschen sind gleichberechtigt und dürfen in ihrer Würde nicht verletzt werden. Daraus ergibt sich klar und unmissverständlich, dass erstens gleichgeschlechtliche Beziehungen zwischen erwachsenen Menschen nicht diskriminiert werden dürfen; und zweitens, dass auch eine dauerhafte Verbindung mit rechtlichen Wirkungen im staatlichen Bereich möglich sein muss. Dafür wurde in einer Entschließung des Europarates das Instrument der "eingetragenen Partnerschaft" vorgeschlagen. Diesen Vorschlag halte ich für sinnvoll und für vernünftig."
Zugegeben, die Passage "unter erwachsenen Menschen" klingt etwas seltsam, zumal unter Kindern wohl kaum sexuelle Beziehungen praktiziert werden, aber immerhin, so klar hat sich noch nie ein Präsidentschaftskandidat der Großparteien für die Gleichstellung von Lesben und Schwulen ausgesprochen.
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