Blutslust – nur lieben ist schöner

Harald Buresch gastierte am 21. und 22. Jänner mit seinem ersten Soloprogramm „Blutslust – nur lieben ist schöner“ im Theatercafe. Gemeinsam mit seiner „Begleit-Erscheinung“ (Kati Richter souverän am Klavier!) begeisterte das charmante, aus Niederbayern gebürtige, Multitalent ein bunt gemischtes Publikum.

Wenn Harald Buresch in seinen über weite Teile autobiografischen Chansons über Kindheit und Jugend in seinem Heimatort Pfarrkirchen (!) erzählt, wird dieser zum Sinn- und Sittenbild für jedes beliebige Kaff fern jeglicher Urbanität. Vor dem Provinzialismus geflüchtet handeln die gefühlvollen und anspruchsvoll-poetischen Texte schon bald vom Ver- und Entlieben und natürlich von Lust ... Lebenslust – Liebeslust – Todeslust – BLUTSLUST.

Insgesamt ein Programm, das, trotz atemberaubendem Tempo und zahlloser intelligenter Pointen, auch und vor allem geprägt ist von nachdenklichen Zwischentönen. (Gänsehautfavoriten: Die bayerische Version von John Lennon’s „Imagine“ und das abschließende „Blutslust“.) Und: Kleinkunst, die – wunderbar unbequem – dem Publikum höchste Aufmerksamkeit abverlangt. Und: Der Mann hat Ausstrahlung und Stimme! Möge Patrona Bavariae den Wahlwiener auch weiterhin an ihrer Hand durchs Leben führen.

Wir freuen uns auf Harald Buresch bei der Jubiläumsgala „20 Jahre Hin und Wider – Verein zur Förderung der Kleinkunst“ am 28. Februar um 20.00 Uhr im Orpheum und erwarten ungeduldig sein neues Programm „Bier im Blut“.