Grazer Gemeinderatswahl 2003:
Tuntenball-Organisator kandidiert für die KPÖ

Der langjährige Tuntenball-Organisator Herbert Wippel kandidiert für die Bezirksratswahl in Jakomini. Wir haben mit ihm über seine politischen Vorstellungen gesprochen:

gundl.at: Was hat dich bewogen, für die KPÖ bei der Bezirksratswahl in Jakomini zu kandidieren?

Herbert Wippel: Es verbindet mich mit Ernest Kaltenegger und seiner Familie eine langjährige Freundschaft (Ich war u.a. Babysitter vom Clemens, seinem Sohn). Aber auch mit den anderen Grazer Genossen habe ich immer sehr engen und freundschaftlichen Kontakt über Jahre gepflegt. Als so genannter "Sympathisant" wurde ich gefragt, ob ich mich für Regionalpolitik erwärmen könnte. Und so habe ich beschlossen, für die KPÖ in "meinem" Bezirk Jakomini anzutreten. Mir ist zwar bewusst, dass ein Bezirksrat keine große Politik machen kann, aber Regionalpolitik jenseits ideologischer Grenzen ist mir bedeutend lieber.

gundl.at: Was unterscheidet die Grazer KPÖ im Umgang mit Schwulen und Lesben von anderen Parteien.

Herbert Wippel: Der wesentliche Unterschied besteht im praktischen Umgang! Rechtliche Gleichstellung mit den Heteros haben mehrere Fraktionen auf Ihre Fahnen geschrieben. Was ich jedoch bei den Kommunisten in Graz immer erlebt habe, war der ungezwungene und vorurteilsfreie Umgang mit allen Lesben und Schwulen und nicht nur mit mir. Ernest Kaltenegger ist zudem auch sehr erfreut, den Grazer Tuntenball 2003 finanziell unterstützen zu dürfen.

gundl.at: Was sind die Schwerpunkte deiner politischen Arbeit in Jakomini?

Herbert Wippel: An politischen Schwerpunkten gibt es auf Bezirksebene nicht wirklich viel. Da gilt es vielmehr ein offenes Ohr für Anregungen und notwendige Verbesserungen im Bezirk zu haben und einige Projekte, wenn möglich auch im schwul-lesbischen Bereich verwirklichen zu können.