| Referat f. LesBiSchwul TransGender - Angelegenheiten HTU Wien:
LesBiSchwule TransX- (Wien). Da sich die diesjährige Aktionswoche im 10ten Jahr befindend, möchten wir auch über unsere Situation reflektieren und an die vergangenen Aktionstage erinnern. Vollzogen wird diese Tätigkeit des Handelns immer dann, wenn Menschen miteinander Handeln und redend zusammenkommen. Der Bereich in dem sie das tun bezeichnet Arendt als den Politischen. Hier treten sich die Menschen als freie Bürger in ihrer Vielfalt gegenüber, um über das Gemeinwohl zu verhandeln. Unter dem Rahmen "Praktiken und Strategien von Raumaneignung" wollen wir fünf Tage lang verschiedene politische, universitäre, lesbischwule, queere u.a. Themen diskutieren. Montag, 5.Mai `03 20.00 Uhr: TNI Hörsaal, Chemiehochhaus, Getreidemarkt 6 Podiumsdiskussion "Strategien und Praktiken für mehr Raumaneignung von Studierendenvertretung und LesBiSchwuler Politik" Die verschiedenen Personen und Fach- bzw. Tätigkeitsbereiche sollen vernetzt eine grobe Situationsanalyse skizzieren. Herr Hakan Gürses wird mit einem Impulsreferat ein Einblick in die gesellschaftlichen und politischen Zusammenhänge geben und ins Thema des Abends einleiten. Trans-Identitaeten? Politiktheoretische Ansaetze Die - mittlerweile geradezu triviale - Erkenntnis, dass es sich bei der Identität um ein soziales Konstrukt handelt, bedeutet nicht automatisch die beliebige Veränderbarkeit oder Ablegbarkeit identifikativer Gebilde. Welche theoretischen Möglichkeiten lässt die politische "Realität" für Trans-Identitäten zu? Paul Ebner kann an einen historischen Exkurs "Die zahme Revolution- ´68 und was davon blieb" die Basis der studentischen Selbstverwaltung auf Österreichischen Universitäten herleiten. Frau Shams Asadi wird ebenso von ihrer ehemaligen Basisarbeit mit MigrantInnen der Bezirksarbeit berichten, wobei sie den Bogen über ihre momentanen Aktivitäten bis hin zu diesbezüglichen, zukünftigen Vorstellungen im Stadtentwicklungsplan spannen kann. Frau Angela Schwarz kann von den Erfolgen und Höhepunkten der LesbischSchwule Bewegung, als Mitarbeiterin beim Rosalila Tip und ihre institutionalisierten Arbeit heute erzählen. Nach diesem Überblick können evtl. auch Chancen und Möglichkeiten für mehr Raumaneignung von der derzeitigen Krise der Studierendenvertretung und etwas globaler der LesBiSchwulen TransX Politik aufgezeigt werden. Es diskutieren: Hakan Gürses:, Dr. phil,: Lehrbeauftragter am Institut für Philosophie der Universitaet Wien und Chefredakteur der Zeitschrift "STIMME von und für Minderheiten". Paulus Ebner Dr.: Historiker im TU Archiv und Autor des Buches "Die zahme Revolution- ´68 und was davon blieb". Jams Asadi (Dipl.Ing): Stadtplanerin, Stadt Wien - Stadtplanungsamt; Basisarbeit in der Gebietsbetreung Ottakring; Gender Mainsteaming in der Stadtplanung, Stadtentwicklungsplan Wien 2005 Angela Schwarz (Mag.): Stadt Wien -Wiener Antidiskriminierungstelle; LesbischSchwule Bewegung, Basisarbeit Rosalila Tip Moderation: Udo W. Häberlin (Dipl.Ing): Stadtplaner; Referatsleiter des LesBiSchwul TransGender -Referats der HochschülerInnenschaft der TU Wien Dienstag, 6.Mai `03 20.00 Uhr: Aula Unicampus, Hof 1, Spitalgasse 2-4 Podiumsdiskussion "Welchen Raum brauchen bzw. implizieren Queer Studies als Forschung" Die Diskussion möchte auf die Queerstudies (als Richtung, Theorie, …) aufmerksam machen und die Debatte über die Abgrenzung zu den Gender- und Gay/Lesbian Studies anregen. Was benennen wir als Queer Studies? Was läuft institutionell (Lehrveranstaltungen) und in der Selbstwahrnehmung der ForscherInnen unter dem Titel Queer? Welche Komponente bringen die Queer Studies ein, die die Gender Studies nicht eibringen? Wer/welche bezieht sich auf Queer Studies als Richtung und als Theorie bzw. Praxis? Welchen Raum brauchen/implizieren Queer Studies innerhalb/zwischen/außerhalb der Universitäten? Es diskutieren: Waltraud Ernst, Lektorin am Institut für Philosophie Hanna Hacker, Univ.-Doz.in und Lektorin am Institut für Soziologie Elisabeth Holzleithner, Univ.-Ass.in am Institut für Rechtsphilosophien Moderation: Thomas Vinzenz, ÖH-Referat für HomoBiTrans-Angelegenheiten Mittwoch, 7.Mai `03 11.00 Uhr: Unicampus, Hof 3, Spitalgasse 2-4 LesBiSchwules Picknick 20.00 Uhr: TU Freihaus, Hörsaal 6 Wiedner Hauptstraße 8-10 Filmabend 20 Uhr : Der Traum vom schlafenden Hund (De Fögi isch en Souhund) (Frankreich/Schweiz 1998, Regie Marcel Gisler, 92 Minuten) Zürich 1973: Der 16-jährige Schüler Beni hat sich in den zehn Jahre älteren Rockmusiker Fögi verliebt. Fögi scheint zuerst unerreichbar, aber dann schafft es Beni doch, sein Idol zu erobern. Es ist seine erste große Liebe, und er lebt sie mit einer solchen Hingabe und Bewunderung, dass er darüber hinaus den Menschen Fögi nicht wahrzunehmen vermag. Die beiden erleben eine kurze Zeit des Glücks. Als Mensch und Musiker spürt Fögi die Erstarrung des einst wilden Lebensgefühls des "live fast, die young" zur Pose. Das Ideal der absoluten Unabhängigkeit erweist sich als Utopie. Nach einem Trip in den Libanon löst Fögi die Band auf, beginnt wieder zu dealen und verfällt zusehends dem Heroin. Gleichzeitig scheitert sein Versuch, die Beziehung zu Beni zu beenden. Dessen Unterwürfigkeit provoziert Fögi nun so sehr, dass er anfängt, Beni zu erniedrigen und wie einen Hund zu behandeln. Beni scheint in der sado-masochistischen Beziehung völlig aufzugehen. Schließlich geht er auf den Strich, um das gemeinsame Leben und Fögis Sucht zu finanzieren. Als Fögi jedoch nach dem Selbstmord seines besten Freundes Töbe seelisch und körperlich zusehends verfällt, wird es für Beni immer schwerer, an seiner Liebe festzuhalten. Beni könnte jede Erniedrigung von Fögi ertragen, jedoch nicht dessen Gleichgültigkeit. 22 Uhr : Hedwig And The Angry Inch (USA 2001, Regie John Cameron Mitchell, 95 Minuten, auf Englisch) Erzählt wird die Geschichte der "international ignorierten Rock-Sängerin" Hedwig. Als Junge unter dem Namen Hansel im kommunistischen Ost-Berlin geboren, stimmt sie einer Geschlechtsumwandlung zu, um den amerikanischen GI Luther heiraten und ihm in die ersehnte Freiheit jenseits der Mauer folgen zu können. Doch die Operation wird verpfuscht, zurück bleibt jener titelgebende "angry inch", der Hedwig zur Außenseiterin macht. Verlassen von ihrem Gatten, findet sie sich schließlich in einem Wohnwagen in Junktion City/Kansas wieder. Sie jobt als Kindermädchen, um sich über Wasser zu halten, gründet eine Rock Band namens "Angy Inch" und begegnet ihrer großen Liebe Tommy Gnosis. All ihr Wissen und Können fließt ein in die Rock Songs, die die beiden gemeinsam schreiben. Doch konfrontiert mit ihrem wunden Punkt, dem "angry inch", verlässt Tommy sie. Er stiehlt ihre Lieder und wird damit zum bekannten Rock Star. Hedwig heftet sich an seine Fersen, gastiert mit ihrer Band in denselben Städten wie Tommy. Doch während dieser in großen Stadien auftritt, muss Hedwig ihre Kunst vor den Gästen einer maroden Fischrestaurant-Kette darbieten. In ihren Songs erzählt sie in Rückblenden nicht nur ihre Geschichte, sondern auch von ihrem großen Lebenstraum, den sie trotz aller widrigen Umstände nie aus dem Auge verloren hat: den Ursprung der Liebe zu finden. Donnerstag, 8.Mai `03 20.00 Uhr: Iq Vortrag der Aidshilfe Wien Schwule und sexuelle Gesundheit: STD-Update Neue Statistiken zeigen leider, dass die HIV-Neuinfektionsrate - vor allem bei jungen Schwulen - nach wie vor im Anstieg begriffen ist. Darüber vergisst man leicht, dass auch andere sexuell übertragbare Krankheiten (STDs) bei Schwulen derzeit ebenfalls wieder zunehmen (zB HPV, Syphilis). Deshalb ist es für junge Schwule wichtig, ihr Wissen über STDs auf den neuesten Stand zu bringen. Themen des Abends umfassen den Schutz vor, die Symptome, Übertragungswege und die Behandlung von sexuell übertragbaren Krankheiten wie z.B Herpes genitalis, Tripper, Feigwarzen (HPV), Syphilis und Hepatitis A/B. Auf Aspekte lesbischer Gesundheit wird bei Bedarf selbstverständlich ebenso eingegangen. Workshopleitung: Georg-Christian Raslagg Mag.: Prävention homo- und bisexuelle Männer, Aids Hilfe Wien 20.00 Uhr: Freihaus, Roter Bereich, 1. Stock, Lernraum der Fachschaft Physik LesBiSchwulTransX Tutorium, Filmabend Freitag, 9.Mai `03 16.00 Uhr: Wiener Beisl, Berggasse Treffen der Queer-Diskussionsgruppe unter dem Titel Technologie und Körper 20.00 Uhr: TNI Hörsaal, Chemiehochhaus, Getreidemarkt 6 Aktion der ehemaligen Aktionswochen-PlanerInnen: Die RentnerInnenperformance - homosexuelle StudentInnengruppen im Fin de Siècle 21.00 Uhr: Gumpendorfer Straße 28 Abschlussfest im Marea Alta |
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