| "Rebel Radio" distanziert sich:
Homophobie in Ragga-Szene Wien. „Rebel Radio“ rund um den DJ Mickey Kodak ist spezialisiert auf Ragga-Musik, und ist regelmäßig auf Radio Orange zu hören. Am 22. März feiert „Rebel Radio“ seinen 2. Geburtstag mit einer Party im Lokal „subzero“. Der Flyer, der im Vorfeld verteilt wurde, und auch auf der Website www.rebel-radio.org zu betrachten war, strotzte aber nur so von homophoben Untergriffen. Auf der Vorderseite ist unter einem Foto von t.A.T.u., dem lesbischen Mädchen-Popduo, zu lesen „Dat na turn me on“ (steht für „That doesn’t turn me on“). Auf der Rückseite wurde Schwulen und Lesben (in der Ragga-Sprache „Batty Fucka and Lesbian Bulldagga Gyals“) mit einem frühen Rauswurf gedroht. Dem Einsatz von unter anderem Grünen Andersrum Wien und der Grünen Alternativen Jugend im Vorfeld der Veranstaltung ist es zu verdanken, dass die Flyer nicht mehr verteilt werden, und die Rückseite des Flyers von der Rebel Radio-Website verschwunden ist. Auf www.subzero.at gibt es mittlerweile auch zwei Stellungnahmen. Das „subzero“ distanziert sich ebenso von Homophobie schlechthin, wie Mickey Kodak. „Die Stellungnahme von letzterem ist aber in sich homophob“, so Marco Schreuder, Sprecher der Grünen Andersrum Wien: „Es ist gut, dass sich ein Vorreiter der Ragga-Szene in Wien von Homophobie distanzieren will. Die Art und Weise ist aber doch äußerst unglaubwürdig. Denn diese Distanzierung geht mehr in die Richtung: ‚Lasst mir meine Homophobe, ich euch eure Lebensweise’. Das ist aber nicht der Punkt, denn damit wird der Homophobie zumal seiner eigenen nicht begegnet. Zudem hofft er im Schlusssatz, dass die Kingstonians, also AnhängerInnen des Rastafari und Ragga, nicht deutsch können. Heißt das, dass Kodak sich vor seiner eigenen Stellungnahme schämt? Statt halbherziger Stellungnahmen wäre es viel dringender an der Zeit, dass sich die österreichische Rastafari-Bewegung mal Gedanken über ihre Homophobie macht und sich dem Thema aktiv annimmt! Eine Forderung im übrigen, die freilich ebenso an andere religiöse Gruppierungen zu richten ist.“, so Schreuder abschließend. Quelle: Grüne andersrum |
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