Anders sein und älter werden
Die Berliner Senatsverwaltung
setzt neue Akzente

Berlin. Diskriminierung auf Grund der sexuellen Orientierung hat konkrete Auswirkungen auf die Lebensgestaltung der Individuen, so auch auf ältere Lesben und Schwule. Viele der heute alten lesbischen Frauen und schwulen Männer führen ein soziales Doppelleben. Sie nutzen die Institutionen der Altenhilfe kaum bzw. geben sich dort nicht zu erkennen, weil sie Angst haben vor möglichen Ausgrenzungen auf Grund ihrer sexuellen Identität.

Gleichzeitig wird die noch übliche "Warten-auf-Nachfrage-Struktur" der Altenhilfe der Lebenssituation älterer Lesben und Schwuler nicht gerecht. Ältere Menschen mit gleichgeschlechtlichen Lebensweisen wollen heute ihre dritte Lebensphase aktiv planen und für sich Alternativen zu den traditionellen Lebensentwürfen alter Menschen konzipieren.

Zu diesem Themenkreis hat die Senatsverwaltung Berlin eine Untersuchung in Auftrag gegeben, die zu konkreten Forderungen für ältere Lesben und Schwule kommt. Diese neue Studie wird am 11. Oktober 2002 der Öffentlichkeit vorgestellt und kann dann unter der Internetseite www.senbjs.berlin.de/gleichgeschlechtliche eingesehen werden.

Das Thema "Ältere Lesben und Schwule" ist derzeit auch ein Schwerpunkt in der Arbeit des Fachbereichs für gleichgeschlechtliche Lebensweisen bei der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport. Hierzu veranstaltet die Senatsverwaltung Berlin vom 22. bis 23 November 2002 eine Fachtagung zu der sich alle Interessierten anmelden können. Die Teilnahme ist kostenlos.

Alle Informationen kann man anfordern bei:

Senatsveraltung für Bildung, Jugend und Sport V D 4 z. A.
(Fachbereich für gleichgeschlechtliche Lebensweisen)

Beuthstraße 6 - 8
10117 Berlin
Tel.: +49/030/ 90 26 - 55 57
Fax: +49/030/ 90 26 - 50 10
gleichgeschlechtliche@senbjs.verwalt-berlin.de
axel.huebner@senbjs.verwalt-berlin.de
www.senbjs.de/gleichgeschlechtliche



Es bleibt zu hoffen, dass auch österreichische Regierungsstellen sich in Zukunft mit diesem Thema auseinandersetzen.

Quelle: Eltern-Kind-Zentrum Graz