| Warmes Barcelona: ein durchaus persönlicher Reisebericht |
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Nicht nur für den schwulen, sondern auch für den normalen Touristen erweist sich Barcelona als heißes Pflaster: |
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Heuer ist ein Gaudì Jahr, in der ganzen Stadt gibt es mehrere Ausstellungen, wer am Meister interessiert ist, sollte auch den Parc Güell, das wahrscheinlich imposanteste Bauwerk nach der Sagrada Familia, besuchen. Barcelona ist aber nicht nur die Stadt Gaudìs, auch andere Künstler wie z.B. Pablo Picasso und Joan Miró lebten und wirkten dort, ihnen ist jeweils eines der insgesamt 45 Museen der Stadt gewidmet. Bei näherem Interesse sei das Studium eines der zahlreichen Reiseführer, z. B. von Dumont, Merian oder Marco Polo empfohlen. Ein Wort noch zu den Ramblas: Nach wie vor sind sie die wichtigste Verbindung zwischen der Zentrum und dem Meer, ihre Bedeutung wird durch die diversen Prunkbauten wie dem nach dem Brand von 1995 in alter Pracht wiederaufgebauten Gran Teatre del Liceu oder der Kathedrale de la Santa Eulalia und die Königspaläste an der Plaça Reial hervorgehoben; am großen Markt der Boqueria wird von den Einheimischen der tägliche Einkauf erledigt, jedoch ist nicht zu übersehen, dass sich vor allem die Touristenströme über die Ramblas wälzen, begleitet von Unmengen an Schaustellern, was, wie ein Bericht in der Tageszeitung El Periodico zeigt, zum Unmut der Barcelonesen und zu einer öffentlichen Diskussion über den Massentourismus in Shorts und Bikini führt. Der Autor des Artikels spricht sogar von einer drohenden Lloretisierung, was unserer Meinung nach doch etwas übertrieben ist, zu bemerken ist jedoch, dass sich vor allem viele Restaurants nicht an die Touristen anbiedern und ihre Speisekarten nur auf Spanisch und Katalanisch anbieten. |
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Wer von Kunst und Kultur noch immer nicht genug hat, kann mit den bestens funktionierenden und auch preisgünstigen öffentlichen Verkehrsmitteln Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung machen. Wir empfehlen den Besuch des vom Meister selbst gestalteten Dalì Museums in Figueres, sowie einen Stopp in dem auf dem Weg gelegenen Girona mit seinem mittelalterlichen Stadtkern in Richtung Norden; wen es nach Süden zieht, der besichtige Taragona mit den römischen Ausgrabungen und auf dem halben Wege dorthin natürlich Sitges mit seiner reizenden Altstadt und weiteren internationalen Sehenswürdigkeiten: Wenn man sich nur wenige Meter vom Bahnhof entfernt, ist man auch schon überwältigt von der Verspieltheit und dem Charme des schwulen Mekkas Südeuropas. In der Tat drängt sich an den Stränden und am Nachmittag und Abend in der Stadt ein internationales Publikum vom anderen Ufer. Wer einen kleinen Fußmarsch nicht scheut, wird an der playa de la muerte mit einer bezaubernden und ruhigen Bucht samt angeschlossenem schattigem regenbogenfarbigem Wandergebiet belohnt. Vor dem Diskobesuch kann man sich in einem der vielen hervorragenden Restaurants stärken, denn die Nächte sind lang!! Aber der Mensch muss auch essen!! Sich in Barcelona standesgemäß zu verpflegen, ist nicht schwer und muss auch gar nicht teuer sein: Viele Lokale bieten sehr günstige Mittagsmenüs an, die Tapasbars locken mit großer Auswahl an spanischen und katalanischen Spezialitäten, über die schwulen Lokale informiert der Guía Gay, der in allen Touristeninformationsstellen erhältlich ist und dessen Studium dringend anzuraten ist, denn die Lokale und hier meinen wir nicht nur die Restaurants können schnell wechseln, uns ist es sogar passiert, dass zwei Lokale, die noch in den aktuellen Führern aufschienen, plötzlich geschlossen waren. Wer die Möglichkeit hat, selbst zu kochen, sollte das reichhaltige Angebot an frischem Fleisch, Fisch und Gemüse nützen. Was und sehr angenehm auffiel, ist die Tatsache, dass sich in Barcelona das schwule Leben ganz ungezwungen und in aller Öffentlichkeit abspielt; hier hat man in den letzten paar Jahren einen Quantensprung nach vorne gemacht. Wer noch mehr Informationen haben möchte, ist herzlich eingeladen, sich mit den Verfasserinnen des Artikels in Verbindung zu setzen: kultur@gundl.at. |
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