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Grazer Szene-Wirt bei Karlich-Show |
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Liebe LeserInnen! Ein schwules, ehemaliges Paar aus Kärnten sitzt bei der Barbara Karlich-Show und wäscht im Fernsehen seine Schmutzwäsche der letzten 4 Jahre. Es soll durch einen Gefängnisaufenthalt des Einen zu einer Überschuldung des Anderen gekommen sein, der im Auftrag des Einen dessen Lokale weitergeführt haben soll... Zuerst erzählt der Eine die Geschichte aus seiner Sicht und man sieht bereits eingeblendet seinen Ex-Freund, der hinter der Bühne fast einen Nervenzusammenbruch erleidet und kurz vor dem Toben ist. Der soll die Geschichte aus komplett anderer Sicht gesehen haben wollen. Nach längerem Zureden von Barbara Karlich lässt er sich doch noch überreden nach vorne auf die Bühne zu kommen. Es beginnt eine heiße Debatte, bei der sich beide nicht einmal ansehen! Beide kommen zu der gleichen Aussage, sie haben Riesenschulden was aufgrund ihrer Kleidung und des getragenen Schmucks eher unglaubwürdig wirkte. Ein schaurig-trauriges Ereignis, das uns aber alle etwas zum Nachdenken anregen soll! Haben wir Homosexuelle es denn wirklich nötig, da wir sowieso eine von vielen immer noch belächelte Minderheit sind, mit SOLCHEN Geschichten ins Fernsehen zu gehen? Sätze, wie:" mit dem bin ich fertig" oder "der ist kein Mensch mehr für mich, der solche Lügen verbreitet" sind, so glaube ich, im Fernsehen überhaupt nicht angebracht, da "wir" nur weiter in ein Klischee hinein rutschen oder uns treiben lassen. Diese Diskussion hat das Ansehen der österreichischen schwulen Szene um Jahre zurückgesetzt. Eigentlich, und das sagte auch die auf der Bühne anwesende Stefanie Werger, sind die Ursachen für diese Diskussion doch nur falscher und verletzter Stolz. Sie meinte auch, dass eine Beziehung endet, sobald der Respekt weg ist. Beziehung und Respekt? Richtig! Wir versuchen doch alle, uns etwas Respekt zu verschaffen um uns Homosexuellen doch eben aus "solchen Klischees" herauszuholen. Jedoch war der Montag Abend in dieser Beziehung ein RIESENRÜCKSCHRITT!! Vielleich ist solch eine Geschichte im Fernsehen doch ein Grund einmal über "uns Schwule" etwas genauer nachzudenken und nicht immer nur zu schimpfen, dass "wir Schwulen" in Österreich bei der Bevölkerung nicht akzeptiert werden. Wer weiss, vielleicht ist genau das der Grund und eigentlich können wir es ändern. Hinweise der Redaktion: Der Verfasser ist uns bekannt, er möchte allerdings anonym bleiben. Der Inhalt drückt seine persönliche Meinung aus und muss nicht mit der Blattlinie von gundl.at übereinstimmen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, eingelangte Beiträge zu kürzen und übernimmt keine Haftung für den Inhalt. |
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