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Eine Familie ist eine Familie ist eine Familie....
A family is a family is a family....

...das hat auf unseren T-Shirts bei der Regenbogenparade des Vorjahres gestanden.Wir, das sind Willy (mein Mann), Helena , meine Tochter, 9 Jahre alt und ich Harald. Helena war das erste Mal auf der Parade mit. Die bunte Feier hat ihr gefallen. Die vielen Leute, die uns freundlich zugewunken haben. Auch im täglichen Leben werden wir, eine Familie aus zwei Männern und einem Kind, oft interessiert betrachtet. Neugierde wohl. Offen unfreundliche Reaktionen von Außenstehenden gibt es nicht.So kurios es auch klingen mag, Unverständnis ist mir bisher als schwuler Mann mit Kind nie entgegengebracht worden. Dazu reicht es ganz einfach „Mann mit Kind“ zu sein. Ein älterer, durchaus wohlwollender Kinderarzt, der sich nicht vorstellen konnte, dass Männer Suppe kochen. ArbeitskollegInnen, die zwinkernd meinen, dass das Putzen die Oma übernimmt. Manchmal das alte Klischee vom fehlenden weiblichen Identifikationsobjekt für meine Tochter. In den Köpfen vieler Menschen sind alleine Frauen dazu da zu kochen, putzen, sich um die Kinder zu kümmern, und soweit ich es - als in diese Frauenwelt eingeschleuster Mann - miterlebt habe, ist es großteils auch noch immer so. Männerpaare (ob mit oder ohne Kind) passen nicht in diese Rollenverteilung. Was ich mir wünsche, ist eine wirklich offene Gesellschaft, in der traditionell zugeschriebene Rollen für Frauen und Männer weiter aufbrechen. Mein Appell an die (heterosexuellen) Männer: Traut euch doch in die „weiblichen Bereiche“ vorzudringen. Das bringt auch neue Freiräume für euch!

Harald T.