| Bad Ischl:
Lehárfestival 2006
Ehrgeizige Vorhaben
(Bad Ischl). Ganz bewusst haben wir für die Vorschau auf die Sommersaison 2006 denselben Titel wie im Vorjahr gewählt, wird doch wiederum eines der populärsten Werke der Operettenliteratur mit einer wahren Rarität kombiniert. Eröffnet wird am 8. Juli mit Franz Lehárs Meisteroperette Die lustige Witwe. Nach dem so erfolgreichen Regiedebüt von Dolores Schmidinger (Der Bettelstudent) im Vorjahr wagt sich eine weitere Schauspielerin und vielseitige Künstlerin an ihre erste Inszenierung, und zwar Burgschaupielerin Ulrike Beimpold, unterstützt vom Ausstattungsteam Mignon Ritter und Michaela Mayer-Michnay. Die zweite Premiere (15. Juli) wird der leider viel zu selten aufgeführten Operette Fatinitza von Franz von Suppé gelten, einer Verwechslungskomödie vor dem Hintergrund des Krimkrieges zwischen Russland und der Türkei Mitte des 19. Jahrhunderts. Dank der himmlischen Musik von Meister Suppé handelt es sich aber dennoch um eine echt wienerische Operette. Wie beinahe alle Theater und Festspiele kämpft auch das Lehárfestival mit den Finanzen, und so ist das üppige Rahmenprogramm der letzten Jahre auf eine einzige Veranstaltung geschrumpft, nämlich das beim Publikum so beliebte Galakonzert zu Ehren des Geburtstages von Kaiser Franz Joseph, das von Marius Burkert schwungvoll geleitet werden wird. Sämtliche Termine sowie viele weitere Informationen über Bad Ischl und das Salzkammergut finden sich auf www.leharfestival.at. Text: Wolfgang Würdinger |
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