Harld Buresch war zu Gast im Three Monkeys:

Harald Buresch - Ein Drecksstück

Unheilbar wortspielsüchtig

(Graz). Unheilbar wortspielsüchtig, getriezt von einem sekkanten Unterbewusstsein und nur mehr finanziell deutlich unter 30. Deprimierend? Nicht wenn es Harald Bureschs Bühnenpersönlichkeit ist, der all diese Unbill widerfährt.

Erwachsener ist er also geworden der Herr Buresch – und wie wir alle wissen, hat das so gar nichts damit zu tun, das Leben und Lieben auch nur ansatzweise besser zu ver- und bestehen –, hat seine traumatisch-komische Jugend weggepackt und sinniert über das perfekte Liebeslied. Als Nebenprodukte fallen dabei schon mal einige ganz und gar nicht liebe Lieder und Gedanken an. „Im Bett mit Haider“ (ja welcher denn nun?) und „Christl Stürmer, i mecht a Kind von dir“ sind da nur die Spitzen der Eisberge des Bösen. Wer als schwuler Mann auf Lebens- oder auch nur Tagesabschnittspartnersuche geht, kommt scheinbar am Online-Shopping nicht vorbei. Harald Buresch zeigt einmal mehr auf, was wir mittlerweile alle zumindest ahnen (sollten): Die „Blauen Seiten“ taugen in erster Linie als nie versiegender Quell menschgewordener Pointen.

Tja, all diese boshaften Botschaften wie gewohnt verpackt in raffinierte Texte und eingängige Melodien, dargebracht sehr appetitlich von markanter Stimme. Die Dramaturgie fanden wir diesmal besonders gelungen, die Übergänge sehr rund. Neu diesmal und in beiden Fällen eine hervorragende Wahl: die Stimme aus dem Off und Florian C. Reithner als leicht gelangweilt-genervt-amüsierter Pianist (der nebenbei bemerkt seiner eigentlichen Bestimmung als Begleiterscheinung natürlich auch bravourös gerecht wird).
Sehr stimmig. Sehr lustig. Ein bisschen nachdenklich.

Und wer weiß, vielleicht passt Uschi Glas ja besser nach Hollywood, als so mancheR glaubt …

Text: Michael Langer



Ein Harald ...


... mein Harald, dein Harald, euer Harald und dann, fängt er mit Ironie seine Ideen zu verwirklichen an.
Was ist die Liebe, warum ist das Internet so weltweit?
Wer entspricht der Moral, wer ist dumm und macht auf gescheit?

Ein Harald, der seine Schönheit an Models verborgt, über Gesprächsstoff nach seinem Auftritt längst sorgt, liest auch zwischen den Zeilen und ist ein offenes Buch.
Blutslust, Kein Mozart und Bier im Blut, sind längst kein Versuch.

Ein Harald, so wie ich ihn getroffen, mit eigenen Augen gesehen, will nicht jeden Schwachsinn kapieren und verstehen.
Im Irrgarten unserer Welt ziehen Sterne am Himmel vorbei und er träumt von Farben, die niemand sonst sah, als sei nichts dabei.

Ein Harald, nimmt dich mit auf seine Gefühlsreise, verzaubert dich im Wunderland auf unglaubliche Weise.
Er bringt waghalsige Texte. Singt, weint und lacht, der Inhalt ist aus dem eigenen Leben gebracht.

Ein Harald, mit geilem Charme und Humor, dringt auch nachts als Tagträumer dir ins Ohr.
So hat er es nicht Not, jemand zu doubeln.
Er bringt mit seiner eigenen Kunst die Leute zum jubeln.

Ein Harald, liebt die zarten Gesten und den wilden Ton.
Er wird er, jeden Tag mehr und das ist der Lohn.
Ist der Starke, der Wilde, der Sanfte, der Kühne und sorgt mit Vielfalt für Kult auf der Bühne.

Text: f.preitler





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