Das Festival der Silikontitten
(Kiew). Alle Jahre wieder... kommen nicht nur Christuskind, Erdbeben und Flutkatastrophen, sondern auch der Grand Prix d'Eurovision. Diesmal sogar zum 50. Mal.
Was soll ich darüber schon berichten, ohne mich zu wiederholen... Die diversen Interpreten taten das schließlich auch. Aber angesichts der gerade voll im Trend liegenden europäischen Osterweiterung kann man dem Song Contest trotz musikalischer Eintönigkeit eine gewisse aktuelle Affinität zum politischen Geschehen nicht absprechen.
Man mag von den verschiedenen Darbietungen halten, was man will, aber die Ukraine hat sich als Veranstalter mächtig ins Zeug gelegt. Was da an Bühnentechnik und Organisation bereitgestellt wurde, kann durchaus mit westlichem Standard mithalten. Sonst war das Geschehen eher altbekannt oder - böser gesagt - berüchtigt. Am eindrucksvollsten fand ich das Defilee der weiblichen Teilnehmerinnen, die fast alle dem Prospekt eines Schönheitschirurgen entstiegen sein dürften.
Die Veranstaltung im ganzen war, wie wir alle es gewohnt waren und auch erwartet hatten: Schönes Augenfutter, aber nicht immer ein Ohrenschmaus.
Ach ja und Griechenland hat gewonnen. Fertig!
Text: Fudel
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Uschi Glas zum Song Contest!
Pressemeldungen zufolge überlegt man in Österreich, nächstes Jahr beim Song Contest zu pausieren. Wir sind entzückt und werden hier erläutern, warum das eine gute Idee wäre:
Die Beiträge beim Song Contest sind wie Uschi-Glas-Gesichtscreme: Zu nichts zu gebrauchen und verursachen bei nicht wenigen KonsumentInnen allergische Reaktionen.
Natürlich: Angesichts dessen wäre es ein Leichtes, Österreich im nächsten Jahr den ersten Platz zu sichern. Bloß: Der einzige, der diesen Sieg für unser Land erringen könnte, ist seiner festen Überzeugung nach im Mai 2006 aus beruflichen Gründen unabkömmlich.
Wie wir das meinen? Naja, es müsste nur jemand auf die Bühne gehen und allen Mikrofonen zum Trotz 3 Minuten lang die Klappe halten. Abermillionen von EuropäerInnen würden dankbar ihre Mobiltelefone zücken und sich per Televoting erkenntlich zeigen. Aber, wie gesagt: Der Schweiger der Nation denkt nicht an vorgezogene Wahlen und einen anschließenden Wechsel ins Showgeschäft.
Natürlich: Solange der Song Contest existiert, ist die Gefahr eines innereuropäischen Krieges weitgehend gebannt die gegenseitigen Aggressionen der Teilnehmerstaaten entladen sich in den Televotings. Aber: Vielleicht ist es auch in dieser Hinsicht für Österreich besser, nicht teilzunehmen, da die meisten unserer bisherigen Beiträge durchaus dazu angetan sein könnten, die Aggressionsbereitschaft uns feindlich gesinnter Länder zu steigern.
Außerdem: Wir müssen Europa auf musikalischem Sektor schon lang nix mehr beweisen; wir haben Mozart!
Und überhaupt: Der Song Contest ist wie Uschi Glas: Kein Land dieser Erde sollte ernsthaftes Interesse daran zeigen.
Text: Michael
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