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Ballett Graz: Dreamcatcher (Graz, 04.05.2007). Dreamcatcher ist ein dreiteiliger Tanzabend der auf der Studiobühne der Grazer Oper stattfindet. Drei ChoreographInnen präsentieren mit dem Grazer Ballettensemble ihre persönlichen tänzerischen Assoziationen zum Wort Dreamcatcher Traumfänger. Fly Massimo Perugini Der Choreograph der Tanzkompagnie Grigioverde hat seinem Stück den menschlichen „Ur-Traum“ das Fliegen zugrunde gelegt. Dazu erarbeitet er in seiner Choreographie wie eine Frau (getanzt von Young na Hyun) die komplizierten Verhältnisse zwischen Mann und Frau zu erkennen bekommt. Durch seine höchst emotionale Tanzsprache und die geschickte Aufteilung der TänzerInnen in Gruppen, die manchmal miteinander und manchmal voneinander getrennt tanzen, erzählt er zur Musik von Tan Liv, Einaudi und Moreira auf höchst subtile Art und Weise eine Geschichte die höchst vielseitig auslegbar ist. Angel Tarek Assam Engel waren die erste Assoziation des aus Deutschland und Ägypten abstammenden Direktors der Tanzcompagnie Giessen. Engel von denen eine (getanzt von Livia Hyllová) nicht mehr Engel sein möchte. Sein Stück ist von den dreien des Abends am ehesten zum Genre des Tanztheaters zu zählen. Die anderen Engel können die Entscheidung der einen nicht akzeptieren und bedrohen sie und kleben sie am Boden fest. Die Musik ist durch Werke von Enio Morricone, Steve Reich und Henry Purcell höchst unterschiedlich gewählt, die Aufnahme des Stückes von Purcell ist aber so schlecht, dass sie jedem der mit historischer Aufführungspraxis zu tun hat, nur wehtun kann. Die Bewegungen der TänzerInnen ist sowohl in den schnellen wie auch in den langsamen Passagen der Musik sehr hektisch, der Fluss der Musik bleibt leider etwas außen vor. Dream Addict Nina Kripas Tagträume die sich zwischen Einsteigen und Aussteigen in der U-Bahn abspielen sind für die freischaffende Wiener Choreographin Nina Kripas der Anknüpfpunkt für ihre von Streetdance und Hip-Hop geprägte Choreographie. Die Musik von DJ Zaid die ohne besondere Höhepunkte verläuft und sehr Beat-geprägt ist, ist für Besucher des Tanzabends die nicht täglich Hip-Hop hören etwas gewöhnungsbedürftig, doch die Choreographie in der fast alle Tänzer des Ensembles mittanzen verleiht dem Abend einen schönen Abschluss.
19., 24. und 25. Mai 2007 Text: Ulrich Braunegg |
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