Die Bühnen Graz rufen zur Unterstützung auf:

Aus für „Hunger auf Kunst und Kultur“?


Es ist eigentlich eine wunderbare Idee: Private Spender, Firmen oder Institutionen spenden Geld für Eintrittskarten für Kunst- und Kulturveranstaltungen. Genutzt werden diese Karten dann von sozial benachteiligten Menschen, die gerne am kulturellen Leben teilnehmen möchten, es sich aber nicht leisten können. Das Procedere ist einfach und transparent: Ein Netzwerk von sozialen Einrichtungen und Betreuungsstellen (u. a. AMS Graz, Frauenservice Graz, Caritas) vergibt die so genannten „Kulturpässe“, mit denen dann die gespendeten Eintrittskarten bezogen werden können. Zahlreiche Kulturinstitutionen, darunter das Schauspielhaus Wien, das Volkstheater, das Schauspielhaus Salzburg und eben auch die Bühnen Graz beteiligen sich an „Hunger auf Kunst und Kultur“. Das Projekt wurde ursprünglich vom Schauspielhaus Wien in Kooperation mit der Armutskonferenz initiiert und läuft seit Jahren sehr erfolgreich in Wien und Salzburg.

Nicht so in Graz. Die Grazer Oper, das Schauspielhaus und das Kinder- und Jugendtheater Next Liberty beteiligen sich seit März 2006 an dieser Aktion. Als Starthilfe und um den Kulturpass-Inhabern sofort die Möglichkeit zu bieten, in den Genuss von Opern- und Theatervorstellungen zu kommen, spendeten Oper und Schauspielhaus insgesamt € 4000. Dieses Geld ist nun aufgebraucht, neue Spenden bleiben aus. „Wenn sich hier nichts ändert, müssen wir aus dem Projekt „Hunger auf Kunst und Kultur“ leider aussteigen, was ich sehr bedauern würde“, so Opernchef Koßdorff. „Das Projekt basiert auf der Solidarität unseres Publikums mit jenen, denen das Geld für eine Eintrittskarte fehlt. Diese Menschen sind auf Unterstützung angewiesen. Wir rufen daher zu Spenden für die Aktion ‚Hunger auf Kunst und Kultur’“ auf.

Spendenboxen und Erlagscheine liegen an der Theaterkasse Kaiser-Josef-Platz auf.
Bankverbindung: Steiermärkische Sparkasse, Kto.419 291, BLZ 20 815, Stichwort „Hunger auf Kunst und Kultur“.


In Partnerschaft mit amazon.at



Kommentare