Haiders Ende:

James Dean, Lady Di und nun auch Jörg Haider


(Klagenfurt, 11.10.2008). Jörg Haider ist am 11.10.2008 bei einem höchstwahrscheinlich selbst verschuldeten Verkehrsunfall gestorben. Ich erspare mir einen Nachruf aus politischer Sicht – dafür erachte ich mich weder zuständig, noch sehe ich einen vernünftigen Grund, mich dem allgemeinen „de mortui nihil nisi bene“ Gejammere anzuschließen.

Viel mehr sehe ich seinen Tod als Warnung an alle Raser. Die Rosentaler Straße weist an der Unfallstelle eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 70 km/h auf – an der Endposition des Wracks herrscht eine 50 km/h Beschränkung. Um sich mit einem schweren und sicheren Wagen wie dem von ihm chauffierten VW Phaeton zu überschlagen und tödliche Verletzungen zu erleiden, muss man schon etliche km/h mehr drauf haben.

Jedenfalls ist Haider mit seinem Verkehrstod in prominenter Gesellschaft: Wie er hauchten zum Beispiel auch James Dean (Porsche), Lady Di (Mercedes) oder Isidora Duncan (Bugatti) ihr Leben in exklusiven Automobilen aus. Mit Jörg Haider als zweifellos prominentem Unfallsopfer hat auch VW den Aufstieg in die Oberklasse geschafft.


Text: Walter Rudich







Foto: BZÖ
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