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Rezensionen |
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Hier findet ihr Besprechungen einiger Bücher aus unserer Bibliothek. Diese Bücher könnt ihr selbstverständlich auch entlehnen.
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„as long as. queer storys“ |
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Lesen soll, so allgemein bekannt, Nahrung für die Seele sein. Die Wenigsten haben heute noch Zeit für ein ausgiebiges Mittagessen oder ein gepflegtes Dinner. Was also tun bei Hungergefühl, gepaart mit wenig Zeit? Die perfekte Lösung bieten kleine Häppchen, und damit die Auswahl garantiert ist, am besten vom Buffet.
as long as ist kein fünfgängiges Menü. Es ist ein Buch, voll mit Texten verschiedener, Genres, von Frauen verschiedenster Herkunft und unterschiedlichem literarischen Talents. Sie schreiben über lesbisches Leben, über ihre Freundinnen, über geordnete und chaotische, Nah- und Fernbeziehungen, Sex- und platonische Beziehungen und solche, die am Zerbrechen sind. Sie schreiben über das Leben.
Der „Buffet-Charakter“ des Buches ist zu begrüßen: Die Leserin blättert durch, gustiert ein bisschen, pickt sich die Gustostückerl heraus und verzichtet auf das, was ihr weniger zusagt. Besonders empfehlenswert sind Barbara Hundeggers Gedichte splitter liebe 1 bis 6, die zwischen den anderen, längeren Texten für qualitätsvolle Auflockerung sorgen.
Alles in allem ein Buch, das sich perfekt als Urlaubslektüre eignet, aber auch sonst lesenswert ist.
Milena Verlag (Hg.), „as long as. queer storys“, Wien 2006
Rezension: Christa Pail
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„Mein Name ist Damian“ |
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Machen wir's kurz: Es geht um Damian, biologisch weiblich. Da er/sie damit nicht zufrieden war, wurde der Taufname durch einen selbst gewählten männlichen ersetzt, eben Damian. Es geht um Identitätsfindung und Erwachsenwerden, um Geschlechterrollen und um den jugendlichen Alltag in Slowenien. Soviel zu den Fakten, denen es so geht wie dem Kommunismus: Prinzipiell eine gute Idee, aber die Umsetzung lässt sehr zu wünschen übrig. Sprachlich völlig misslungen (Helga Pankratz verwendet im Nachwort die Ausdrücke „deftig“ und „Insidersprache“), machen Phrasen wie „Fresse polieren“, „angepisst“ und „ihren Scheiß anhören“ den Text schwer lesbar. Nicht, weil sie überhaupt vorkommen, sondern weil kaum eine Seite im Buch ohne sie auskommt. Die Thematik ist eingebettet in ständige Alkoholexzesse der ProtagonistInnen, Damians Gewaltausbrüche und die regelmäßigen Sitzungen der Selbshilfegruppe, an denen Damian eher widerwillig mitmacht. Wer Musik von Aggro Berlin mag und an akuten Einschlafproblemen leidet, dem sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt.
Übrigens: Suzana Tratnik kann's auch besser. Wer trotzdem etwas von der slowenischen Autorin lesen möchte, ist mit der Kurzgeschichtensammlung „Unterm Strich“, ebenfalls erschienen im Milena Verlag, besser beraten.
Suzana Tratnik, „Mein Name ist Damian“, Milena Verlag, Wien 2005
Rezension: Christa Pail
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