Ein Tribut an alle mutigen Frauen und Männer in knapper roter Bademode
RoSy Gaywatch
(Graz, 6.6.2009). Vom schlechten Wetter und dem mannigfaltigen Unterhaltungsprogramm der Stadt Graz ganz verwirrt, fand diesmal nur ein geringerer Teil des RoSy-Publikums den Weg in die Postgarage. Somit hatte man tatsächlich Platz genug zum Atmen und um sich problemlos von einem Ort zum anderen zu bewegen.
Dabei hatte RoSy diesmal ein Motto, welches dem angepasst war, was der beständig wachsende heterosexuelle Teil des Publikums dort macht: Gaywatch.
Die Garage wurde von flowerpower „in ein Abbild der Herrlichkeit Malibus in den goldenen Neunziger Jahren, ein Tribut an alle mutigen Frauen und Männer in knapper roter Bademode, die schon so viele Menschen und langweilige Nachmittage gerettet haben“ verwandelt. (RoSy-Homepage) Also hingen in großen Mengen Bojen, Rettungsringe und Sonnenschirme von der Decke. Und damit war es nicht nur ein sehr gutes Abbild sondern auch eine schöne keuzreferenzierte Kritik, hatte die Dekoration doch mit Malibu etwa so viel zu tun, wie ein durchschnittliches Österreichisches Restaurant in den USA mit Österreich zu tun hat.
Am 1st Floor sorgten die aus Berlin eingeflogene Superzandy sowie DJanes Ina D und Eos aus Graz für das allseitig beliebte Gewummere während am 2nd Floor Dj Sirius aus Wien vor einer Videoleinwand mit Sexszenen aus Hetero-Softpornos für den richtigen Ton sorgte. Diese Videos, die mit der gespielten Musik und mit Malibu etwa so viel gemein hatten, wie eine Stubenfliege mit einem Pottwal, möchte ich niemandem in die Schuhe schieben, für alle anderen Visuals war „the vj boy“ zuständig.
Zu etwas früherer Stunde als sonst leerten sich diesmal die Hallen und es ging Heimwärts, wo man sich am Sofa zurücklehnen und bei Baywatch-Folgen entspannen konnte, während man sich überlegt, ob die Rettungsringe von David Hasselhoff oder der Vorbau von Pamela Anderson beim Lauf über den Strand, der Sonne, der Kamera und den Opfern entgegen, mehr wackeln.
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