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BesucherInnenrekord und beste Stimmung:

Regenbogenball 2010

(Wien, 30.1.2010). Etwa 1500 BesucherInnen tummelten sich am 30. Jänner in den prunkvollen Räumlichkeiten des Parkhotels Schönbrunn. Am 13. – und erstmals bereits vor der Eröffnung ausverkauften – Regenbogenball der HOSI Wien herrschte dementsprechend hervorragende Stimmung.

Die Polonaisepaare eröffneten den Abend diesmal ganz in Schwarzweiß, was hübscher anzusehen war als manche der in den letzten Jahren verwendeten Farbakzente. Umso bunter gaben sich im Anschluss daran wieder Les Schuh Schuh, die ihre Einlage heuer ganz den Facetten des Wetters gewidmet hatten – wie immer ein vorzüglicher und beschwingter Spaß!

Die Eröffnungsreden und die Anmoderation widmeten sich unter anderem der durchwachsenen politische Bilanz des abgelaufenen Jahres: Viel zu spät und doch an ein Wunder grenzend hat Österreich nun ein Partnerschaftsgesetz, ein eigentümliches Konglomerat aus erfreulichen Rechten und akribisch ersonnen boshaften Demütigungen. Lucy McEvil, die beste aller Moderateusen, fand es dann doch tröstlich, dass es Josef Pröll noch nicht gelungen sei, Österreich zu einem Bauernhof zu machen, während Innenministerin Fekter für sie den Beweis darstellt, dass man ein Mädchen aus der Schottergrube herausholen kann, nicht aber die Schottergrube aus dem Mädchen.

Als eher verhalten muss man die Begeisterung bezeichnen, die die diesjährigen musikalischen Live-Acts hervorriefen. The Billy Rubin Trio, das den Ein-Uhr-Auftritt im Hauptsaal bestritt, bot zwar erstklassige Tanzmusik, aber ebendiese bekam man ohnehin von den fabelhaften Fixsternen des Balls, der Damenkapelle Johann Strauß und der Band A-Live. In der Sissy-Bar waren bedauerlicherweise weder die Qualität der Tonanlage noch die stimmlichen Möglichkeiten von Ro & Co dazu angetan, Sondheim und KollegInnen zu einem erfreulichen Hörerlebnis zu machen. Wer ein solches suchte, war bei Desert Wind im Wintergarten sicher besser aufgehoben. Die spektakulärste Darbietung des Abends kam von der Formation rock’n’vision, die atemberaubende Rock’n’Roll-Akrobatik vorführte.

Besonders fein fanden wir das Revival der vom willendorf betreuten Szene-Bar, die wir im Jahr zuvor schmerzlich vermissten. Für die prächtigen Deko aus Flamingoblumen zeichnete Calla Floristik verantwortlich, die Sold Gold Disco wurde abermals vom Why Not bespielt und im Kaisersalon konnten sich alle Tanzbegeisterten am Resis.danse-Dancefloor vergnügen.

Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr freuen wir uns schon jetzt und sind gespannt, wo es den Regenbogenball dann hinverschlagen wird … das Parkhotel Schönbrunn steht wegen Renovierungsarbeiten nicht zur Verfügung.

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Linktipp:

www.regenbogenball.at