Das Märchen geht weiter:
Opernredoute 2009
(Graz, 31.1.2009). Eine Welt wie im Märchen breitete sich vor den Augen der BesucherInnen des größten Balles der Grazer Ballsaison aus. Prächtige Blumengestecke in Vasen die selbst wie Blüten geformt waren, Rosen mit faustgroßen Köpfen, ein weißes Bühnenbild, das den prachtvollen Innenraum der Oper auf die Bühne hinaus verlängerte, hunderte Damen in Träumen aus Seide, Tüll und Chiffon, Herren in schwarzen Anzügen … das war die Opernredoute 2009.
Nach der fantastischen Fanfare von Anselm Schaufler, die in ihrer musikalischen Größe an den Anfang von Star Wars erinnerte, betrat Alfons Haider das Tanzparkett.
Wie in den vergangenen Jahren übernahm er die Rolle des Conférenciers. Ich glaube, man kann sagen, alle Betoffenen waren glücklich, dass er auch dieses Jahr die Opernredoute dem Regenbogenball in Wien vorzog. In seiner Eröffnungsrede gratulierte er Intendant Jörg Koßdorf zu seiner gelungenen Nabucco-Inszenierung und bat ihn um verabschiedende Worte (es was Koßdorfs letzte Redoute) bei welchen er ihm auch gleich ins Wort fiel.
Die Polonaise, das Kinderballett und das Erwachsenenballett, ebenfalls von Anselm Schaufler arrangiert, begeisterten das Publikum und stimmten wunderbar in den Abend ein. Erwähnenswert sind hier auch die wirklich entzückenden Krönchen des Jungdamenkommitees von Juwelier Weikhard welche mit kleinen smaragdgrünen Tröpfchen bestückt waren.
Die Tanzmusik in den verschiedenen Foyers und Sälen kam von redoutenerfahrenen Bands wie Silvio de Cuba, und natürlich vom Sigi Feigl Orchester und den Grammophonikern im großen Ballsaal. Auch die völlig neu konzipierte Piano-Bar in der Klaus Finder – Pianist der Jazzformation Martini Rosso – spielte, war ein durchschlagender Erfolg.
Es ist wohl ein Sonderfall wenn man auf einem so großen gesellschaftlichen Ereignis, welches Prominenz aus Kultur, Wirtschaft und Politik nach Graz lockt, den Organisator eine halbe Stunde nach der Eröffnung bereits entspannt an der Bar trifft. Doch Bernd Pürcher stand schon kurz nach der Polonaise, sich ein Glas Sekt bestellend, im Rauchsalon der Oper. Diese Ruhe hatte er sich auch redlich verdient. Gemeinsam mit Michael Tomec hat er erneut ein Fest auf die Beine gestellt, welches dem Motto „Das Märchen geht weiter …“ wahrlich gerecht wurde.
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