Pressekonferenz der Beratungsstelle Courage Graz:
Warum Courage so wichtig ist …
(Graz, 17.2.2010). Seit September hat Graz etwas, das Wien schon seit vielen Jahren hat: eine professionelle Beratungsstelle für PartnerInnenschaftsprobleme, gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Sexualität. Die Courage Graz hat vergangenen September den Probebetrieb in der steirischen Landeshauptstadt aufgenommen, um den Bedarf einer solchen Einrichtung zu erheben und mit diesem nachgewiesenen Bedarf vor FördergeberInnen argumentieren zu können, wodurch erst ein Vollbetrieb der Einrichtung ermöglicht werden kann.
Die Courage Graz soll nicht nur die Stadt, sondern die ganze Steiermark, Teile des Burgendlandes und von Kärnten sowie das nördliche Slowenien abdecken. In Kombination mit Courage Wien und Courage Innsbruck kann so eine relativ flächendeckende Versorgung von großen Teilen Österreichs angeboten werden, so Courage Leiter Mag. Johannes Wahala. Neben ihm saßen bei der gestrigen Pressekonferenz noch einige andere, Fach-Personen am Podium, allen voran die Koordinatorin der Courage Graz, DSAin Jette Musger, die die Diskussion moderierte.
Die anderen drei Podiumsgäste gaben Auskunft über die Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit des Angebots einer solchen Beratungsstelle in Graz, wie zum Beispiel die Leiterin der Gleichbehandlungsanwaltschaft Graz, Dr.in Elke Lujansky-Lammer. Mag. Kurt Zernig, seines Zeichens Vorsitzender der RosaLila PantherInnen, berichtete über das Beratungsangebot seiner „schwul-lesbischen ARGE Steiermark“, das auf den Peer-Ansatz setzt. Weiters betonte er, dass die Courage als Vernetzungspartnerin unverzichtbar ist, da nur sie eine professionelle und therapeutische Beratung im Großraum Graz anbietet. Mag. Gerald Kuhn, Mitbegründer der Grünen Andersrum Steiermark, vertritt die Meinung, dass die PolitikerInnen nun gefordert sind, die Finanzierung und damit den Fortbestand der Courage Graz zu ermöglichen – im Beobachtungszeitraum der letzten Monate musste das vierköpfige Courage Graz Team nämlich ehrenamtlich arbeiten.
Die Courage unterstützt mit ihrem Angebot nicht nur Homosexuelle, die Schwierigkeiten mit dem Coming-Out haben, sondern auch deren Angehörige und deren Umfeld. Weitere Themen, denen sich die Courage widmet sind Mobbing aufgrund andere L(i)ebensweisen, Probleme im Alltag aber auch Transidentität, Paarprobleme, Konflikte und sexuelle Probleme. Details zum Angebot der Courage siehe Linktipp.
Text:


Kommentare