Bedauerliche Neuübernahme:
Maria Magdalena (Update)
Einem Wechsel in der Geschäftsführung verdankt dieses Lokal unsere bereits zweite Gastro Gritik. Für den ersten Erfahrungsbericht siehe hier.
Es war im Sommer der Lieblingsgastgarten der Grazer (schwulen und nicht-schwulen) Gesellschaft. Zwischen den Bäumen am Platz am Eisernen Tor unter den orangen Sonnenschirmen bekam man zwar nicht den besten Kaffee, wohl aber preiswertes, qualitativ hochwertiges Essen von charmanter Bedienung serviert und hatte des besten Ausblick der Stadt.
Doch schon kurze Zeit nachdem Andreas Brandstätter das Zepter und die Schlüssel über das beliebte Lokal an Attila Uzsak übergeben hat, muss man eine deutliche Verschlechterung des Preis-Leistungs-Verhältnisses anmerken. Es ist, um es mit den Worten der Bildungsbourgeoisie zu sagen, deplorabel!
Das ansprechende Intérieur des Lokals blieb weitgehend bestehen, lediglich die Tische im Inneren wurden auf eine angenehmere Höhe abgesenkt. Außen hat man dafür, das Sideboard, welches den KellnerInnen zur Aufbewahrung von Pfeffemühlen, Tellern und dergleichen diente, gegen ein weißes Regal ausgetauscht, das seit dem ersten Regen am Tag 0 der Übernahme offenbar nicht mehr sauber zu bekommen ist.
Wo man früher mit einem Lächeln begrüßt wurde, steht nun der Chef hinter der Bar und schaut grimmig auf seine Gäste herab. Mit ihm kamen auch einige neue MitarbeiterInnen, die offenbar dem belebten Treiben nicht gewachsen sind. Somit ist es kaum verwunderlich, dass Gäste lieber anderswo hingehen, statt eine halbe Stunde auf einen Espresso zu warten. Wobei der Kaffee eine der wenigen positiven Überraschungen ist: Statt dem Gschloder von illy gibt’s nämlich jetzt Lavazza … keine Offenbarung, aber immerhin trinkbarer.
Was ebenfalls gleich blieb, ist das Layout der Speisekarten, beliebte Speisen wie die Bruschette, die als kleiner Imbiss zwischendurch höchst angenehm waren, wurden jedoch gestrichen und sämtliche Preise sind ein gutes Stück hinaufgerutscht. Gleichzeitig sind die Portionen aber kleiner geworden und die Qualität konnte sich nicht halten. Fazit: Man zahlt jetzt mehr für Essen, das nicht schmeckt, und wird nicht einmal satt davon. Statt „echtem“ Coca-Cola bekommt man jetzt Getränke derselben Marke, die man auch im IKEA-Restaurant findet.
Für die Zukunft ahnen wir Böses, zumal schon bekannt wurde, dass es in Kürze auch eine Cateringsparte geben soll, geleitet vom ehemaligen Revita-Geschäftsführer … jene Revita, die Jahr für Jahr (nicht nur) beim Tuntenball einen gastronomischen Supergau abliefert.
Was soll man also sagen? Die Sachlage schaut schlimm aus: Schwestern von Graz vereinigt euch! Wir brauchen ein neues Wohnzimmer.
Diverse Verschlimmbesserungen verlangen also nach einer umfassenden Saftschubbsen-Degradierung:
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Läster-Faktor |
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Nirgendwo sonst hat man in Graz eine so uneingeschränkte Sicht auf alles, was vor dem Shoppingtrip in der Herrengasse blind in den Kleiderschrank greift. |
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Sabber-Faktor |
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Zwar hat sich das angestammte Personal halten können, doch ein Großteil der Neuzugänge entspricht nicht mehr dem Bild, das man vom MM hat. |
| Charmebolzen-Faktor | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Merkliche Unterschiede in der Freundlichkeit der einzelnen Saftschubbsen und -schubbsinnen ergeben ein uneinheitliches Bild. |
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Facteur-Intérieur |
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Bequemere Tische, aber ein immerzu verschmutzter Kasten im Außenbereich – keine deutliche Verbesserung der Einrichtung. |
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Gaumen-Faktor |
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Die Speisekarte wurde um beliebte Kleinigkeiten beschnitten, zudem konstatieren wir Qualitätseinbußen. |
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Sparschwein-Faktor |
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Sämtliche Portionen wurden verkleinert, die Preise aber deutlich angehoben. Wer will sich das noch leisten? |
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Saftschubbsen- |
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Text: und
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