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„Was Altes, was Neues, was Geborgtes und was Blaues”

le.f.t – lesbische.film.tage graz 2010

14. bis 16. Oktober

(Graz, 7.10.2010). Im 7. Jahr ihres Bestehens widmen sich die lesbischen.film.tage in diesem Jahr erneut aktuellen Themen: Frei nach dem Hochzeitsbrauch „Was Altes, was Neues, was Geborgtes und was Blaues” liefert le.f.t 2010 einen Diskussionsbeitrag zur rechtlichen Absicherung von gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften.

Passend zur Ausstellung l[i]eben – uferlos und andersrum werden Filme gezeigt, die gängige Wahrnehmungen von Lesben und anderen queeren Menschen infrage stellen. Unterstützung kommt dabei vom Kunst- und Kulturverein Gundl, der unter dem Motto „was Geborgtes” die schwule Komödie Queens (2005) für das Programm nominiert hat. Weiters macht sich le.f.t auf die Suche nach „was Altem” und zeigt mit Desert Hearts (1985) einen der ersten lesbischen Kinofilme mit Happy End! „Was Neues“ und packende Spannung verspricht The Owls (2010), ein experimenteller Thriller rund um Generationenkonflikte und „Older Wiser Lesbians“.

gundl.at verlost 3 x 2 Karten für eine beliebige Vorstellung. Einsendeschluss ist Mittwoch, der 13. Oktober um 20:00 Uhr. Die GewinnerInnen werden per Mail verständigt.

Das Gewinnspiel ist beendet

 

Das Programm im Detail:

(alle Filme im Filmzentrum im Rechbauerkino, Rechbauerstraße 6)

Donnerstag, 14. Oktober, 17:00 Uhr
Eröffnungsempfang von le.f.t und dem Büro der Erinnerungen
im Heimatsaal, Paulustorgasse 11–13, 8010 Graz

Donnerstag, 14. Oktober, 19:30 Uhr
Desert Hearts
(Spielfilm, Donna Deitch, USA 1985, 96 min, dt. F.)
Desert Hearts ist ein Klassiker unter den Lesbenfilmen – weil er seinem Publikum erstmals ein Happy End bietet! Erzählt wird die Geschichte der New Yorker Literaturprofessorin Vivian (Helen Shaver), die 1959 nach Reno reist, um sich nach 12 Jahren Ehe scheiden zu lassen – und dort auf die lesbische Cay (Patricia Charbonneau) trifft. Cay, auf der Suche nach der Frau fürs Leben, verliebt sich in Vivian – und zwischen den beiden Frauen entwickelt sich eine leidenschaftliche Liebe …
Die raffinierte Struktur, bestechend farbintensiv fotografierte Bilder und viel Musik von Ella Fitzgerald, Buddy Holly und Elvis Presley schaffen ein zeitgenössisches Sittenbild, ein sinnliches Plädoyer für Mut und Ehrlichkeit.

Freitag, 15. Oktober, 19:30 Uhr
Little Black Boot
(Kurzfilm, Colette Burson – Power Up, USA 2003, 16 min, OmU)
Ein modernes Aschenputtel überschreitet Gender-Grenzen. Oder: Cross-Dressing für die Liebe …
Getting to Know You
(Kurzfilm, Liz Lachman – Power Up, USA 2004, 20 min, OmU)
Ein Film über die Suche nach „der Richtigen”, Dates, Sex – und Überraschungen, die das Internet bereit hält …
The Owls
(Spielfilm-Doku, Cheryl Dunye + The Parliament Film Collective, USA 2010, 66 min, OmU)
Österreichpremiere
Dieser experimentelle Thriller erzählt die Geschichte von vier in die Jahre gekommenen Lesben (u. a. V.S. Brodie und Guinevere Turner), die einen unabsichtlich verübten Totschlag an einer jungen Frau zu vertuschen versuchen. Doch die Spannung des lange gehüteten Geheimnisses bringt die dunkle Seite von jeder von ihnen zu Tage. Und dann taucht auch noch die/der geheimnisvolle Fremde Skye (Skyler Cooper) auf – mit einem Plan, von dem sie keine Ahnung haben …
Ein Film über Generationenkonflikte, verlorene Jahre und die Definition von Older Wiser Lesbian – kurz OWL …
• Offizielle Auswahl Seattle International Film Festival
• Offizielle Auswahl Outfest – Los Angeles Gay and Lesbian Film Festival

Freitag, 15. Oktober, 22:00 Uhr (EINTRITT FREI, Zählkarten ab 14:00 im Kino)
Jetzt bin ich mal dran
(Kurzdokumentation, Thomas Kren, Claudia Schröter, Deutschland 2010, 13 min, S/W)
Österreichpremiere
„Toleranz ist nicht meine Stärke”, sagt Horst, 81 Jahre alt, schwul.
Er blickt zurück auf ein Leben mit Widersprüchen, Hürden, aber unbändiger Lebenslust.
Queens
(Spielfilm, Manuel Gómez Pereira, Spanien 2005, 107 min, dt. F.)
Österreichpremiere

Reyes, Nuria und Magda verbindet eines: Ihre Söhne wollen ihrem jeweiligen Lebenspartner bei einer Massenhochzeit das Jawort geben. Reyes missbilligt, dass ihr Sohn ausgerechnet den Sohn ihres Gärtners heiraten will, Nuria sorgt durch ihre sexuellen Eskapaden für Aufregung und in Magdas Hotel, in dem die Zeremonie stattfinden soll, streikt das Küchenpersonal …
Amüsant-schwungvolle Gender-Komödie, die sich nicht nur durch Sujet und Inszenierung als Hommage an Pedro Almodóvar zu erkennen gibt, sondern auch durch die Besetzung, die immerhin drei Musen des Meisterregisseurs aufbietet.

Freitag, 15. Oktober, 19:30 Uhr
Hannah Free
(Spielfilm, Wendy Jo Carlton, USA 2009, 86 min, OmU)
Grazpremiere
Hannah und Rachel lieben sich schon ihr ganzes Leben – und verletzen damit die ungeschriebenen Gesetze des Städtchens im Mittleren Westen der USA, wo sie wohnen. Ihre Beziehung übersteht Rachels Ehe, den Zweiten Weltkrieg, Hannahs Suche nach Freiheit und Rachels damit verbundene Eifersuchtsanfälle. Nun sind sie beide alt und im selben Heim. Hannah kämpft um einen letzten Besuch bei Rachel, die nach einem Schlaganfall im Koma liegt …
Über weite Strecken getragen von der queeren „Ikone“ Sharon Gless (u. a. Queer as Folk und Cagney & Lacey) erzählt der Film von alten Vorurteilen, Generationenkonflikten und Lesben im Alter.
• Bester Film Montreal International LGBT Film Festival (2009)
• Publikumspreis Philadelphia Q-Fest (2009)

(ml)

 




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Linktipps:

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www.filmzentrum.com