Schauspielhaus Graz.
Spielzeit 2010/11
(Graz, 12.09.2010). Einen abwechslungsreichen Spielplan bieten Anna Badora und ihr Team für die kommende Saison: Eröffnet wird nach dem großen Theaterfest (18. September ab 16 Uhr) mit Arthur Millers Südstaatenstück Hexenjagd in der Inszenierung der Hausherrin am 23. September, tags darauf folgt gleich die Wiederaufnahme eines der Renner der letzten Spielzeit, von Molnárs Liliom.
Der vor allem in den Niederlanden sehr aktive Regisseur Theu Boermans setzt am 17. Oktober Shakespeares Hamlet in Szene, am Wochenende darauf folgt das obligate Nestroystück, nämlich Freiheit in Krähwinkel.
Am 12. Dezember geht es dann unvorweihnachtlich teuflisch zu, Viktor Bodó inszeniert die Bühnenversion von Michail Bulgakows chef d‘oeuvre Der Meister und Margarita.
Die weiteren Produktionen auf der Hauptbühne gelten Friedrich Hebbels Judith (13. Jänner 2011), Ibsens Klassiker Peer Gynt in der Regie von Ingo Berk (11. Februar 2011), Noël Cowards rasanter Verwechslungskomödie Fröhliche Geister, als österreichische Erstaufführung dem erst 2010 uraufgeführten Stück Enron von Lucy Prebble (Regie: Cornelia Cromholz), sowie einer Uraufführung, und zwar dem Stück Blind date nach dem Film von Theo van Gogh.
Peter Simonischek und Gert Voss kehren am 31. Oktober mit dem Briefwechsel zwischen Thomas Bernhard und seinem Verleger Siegfried Unseld zurück, als weitere Wiederaufnahmen sind Die Glut, Verbrennungen und Denn alle Lust will Ewigkeit geplant.
Auf der Probebühne gilt das Motto Eine junge Generation von Theatermachern, so gibt es eine Bühnenversion von Herman Melvilles Meisterwerk Moby Dick zu sehen (26. September), als Uraufführung und Koproduktion mit dem Steirischen Herbst die Enzyklopädie des ungelebten Lebens (7. Oktober), als Beitrag zum Kleist-Jahr den Fall Dorfrichter Adam ( 27. November), eine Dramatisierung von Goethes Werther (15. Jänner 2011), als weitere Uraufführung und Koproduktion mit dem Theater im Bahnhof Die Kaufleute von Graz (9. März 2011), sowie Ewald Palmetshofers Stück Faust hat Hunger und verschlickt sich an einer Grete am 30. April 2011.
Verschiedene Projekte auf der Ebene 3 ergänzen den Spielplan; besonders erfreulich ist, dass das so erfolgreiche Schauspielaktiv, an dem in nur zwei Jahren mehr als 10000 Jugendliche und auch Erwachsene teilgenommen haben, fortgeführt wird.
Text: Wolfgang Würdinger

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