Opernhaus Graz.
Spielzeit 2010/11
(Graz, 12.09.2010). Anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Grazer Philharmonischen Orchesters wird auch die kommende Saison mit einem Konzert eröffnet (18.09.): Chefdirigent Johannes Fritzsch wird am Pult stehen und ein Stück (Eso es) von Gerd Kühr leiten, danach wird niemand Geringerer als Markus Schirmer das Klavierkonzert von Robert Schumann spielen, nach der Pause dann Beethovens Eroica. Im Anschluss daran findet das zweite Opernclubbing statt, diesmal mit den DJs von Radio Soundportal.
Weitere Konzerte am 26. Oktober (Hauptprogrammpunkt Das klagende Lied von Gustav Mahler unter Johannes Fritzsch), das Neujahrskonzert unter Tecwyn Evans mit einem rein russischen Programm, das Kirchenkonzert mit Anton Bruckners monumentaler 5. Symphonie (J. Fritzsch) sowie das auch schon zur Tradition gewordene Open-Air-Konzert auf dem Schloßberg, wo Tecwyn Evans Gustav Holsts leider viel zu selten gespieltes Werk Die Planeten dirigieren wird. Ein besonderer Hinweis gilt der Reihe Klassik am Sonntag, bei der Mitglieder des Orchesters solistisch brillieren können. Natürlich wird es auch wieder vier der sehr populären Familienkonzerte geben.
Die Opernsaison wird mit einem in Graz seit beinahe einem halben Jahrhundert nicht mehr gespielten Werk am 25. September eröffnet und zwar wird Johannes Fritzsch Die Frau ohne Schatten von Richard Strauss leiten, mit vielen für Graz neuen SängerInnen, sowie James Rutherford als Barak. Am 19. September wird Stefan Mickisch in das Werk einführen, ein Abend, den er sich eigens für Graz erarbeitet hat. Aller guten Dinge sind drei, und so werden Marco Arturo Marelli und Dagmar Niefind-Marelli nach Rosenkavalier und Arabella nun diese Oper ausstatten und inszenieren.
Tags darauf folgt die Wiederaufnahme von Puccinis La Bohème in der schon zum Klassiker gewordenen Inszenierung von Dietmar Pflegerl, tenoralen Glanz wird der Aufführung Jean François Borras verleihen, und die finnische Sopranistin Marjukka Tepponen wird sich als Mimi vorstellen.
Die Musicalpremiere (16. Oktober) gilt dem schon in Klagenfurt sehr erfolgreichen Stück Singin’ in the rain, das von Josef E. Köpplinger in Szene gesetzt werden wird.
Nach der geglückten Regie von Lulu wird uns am 6. November Johannes Erath Don Giovanni präsentieren, als Titelheld konnte für einige Vorstellungen der vor allem aus Wien bestens bekannte Boaz Daniel gewonnen werden.
Die erste Premiere im neuen Jahr gilt Giuseppe Verdis unverwüstlicher Traviata in der Regie von Peter Konwitschny, Tecwyn Evans wird dirigieren, Marlis Petersen und Margareta Klobučar alternieren in der Titelrolle.
Aus der Wiener Volksoper übernommen wird Michael Schilhans Inszenierung des Meisterwerks von Carl Zeller, Der Vogelhändler, wie dort wird Publikumsliebling Daniel Prohaska der Adam sein, als Briefchristel wird sich Sieglinde Feldhofer eine neue Rolle erobern, Romana Noack wird als Kurfürstin zu erleben sein.
Am 19. März 2011 kehrt Jean François Borras zurück, um die Titelrolle in Charles Gounods Faust zu verkörpern, Wilfried Zelinka wird unter der musikalischen Leitung von Tecwyn Evans sein diabolischer Gegenpart sein.
In Koproduktion mit der Wiener Staatsoper kommt Dmitri Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk in der Inszenierung von Matthias Hartmann und unter Johannes Fritzsch am 9. April 2011 heraus, Mlada Kudoley verkörpert die Titelpartie, der russische Starbassist Michail Ryssov gestaltet Boris Ismailow.
Die letzte Premiere der Spielzeit ist Vincenzo Bellinis Version des Romeo-und-Julia-Stoffes, I Capuleti e i Montecchi gewidmet. Anna Siminska und Dshamilja Kaiser werden das Liebespaar verkörpern, Marlin Miller den Tebaldo.
Auch der Tanz wird nicht vernachlässigt, die Hauptproduktion gilt Darrel Toulons Version von Händels Messiah (Premiere 11. Dezember), dazu kommen noch acht Tanz Nites sowie die 2. Internationale Tanzgala am 21. Mai 2011.
Text: Wolfgang Würdinger

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