Opernhaus Graz
Open-Air-Konzert
Gelungener Saisonabschluss
(Graz, 27.6.2010). Bei strahlend schönem Wetter luden die Kasematten zum Konzert ein, und das Publikum folgte dieser Einladung sehr zahlreich, standen doch auch populäre Werke auf dem Programm.
Johannes Fritzsch’ klassisch-transparentes Mozartbild ist bestens bekannt, und so erklang harmonisch und in der Tempowahl der vier Sätze ausgewogen dargeboten vom bestens disponierten Grazer Philharmonischen Orchester Mozarts Serenade KV 525, besser bekannt als Eine kleine Nachtmusik.
Als zweites Stück hörten wir das Concertino für Posaune und Streichorchester des vor allem in seiner schwedischen Heimat bekannten Komponisten Lars-Erik Larsson, das dem Solisten in den drei Sätzen Gelegenheit gibt, sowohl kantable Melodien zu spielen wie auch seine Virtuosität unter Beweis zu stellen – Thomas Eibinger entledigte sich dieser Aufgabe mit größtmöglicher Bravour und immer wunderbar weichem Tonanasatz, für den begeisterten Applaus bedankte er sich mit einer jazzig-humorvoll angehauchten Variante des Erzherzogjohannjodlers.
In ganz großer Besetzung präsentierte sich das Orchester nach der Pause bei Richard Strauss’ Tondichtung Eine Alpensinfonie: Unter Fritzschs stets umsichtiger und animierender Leitung spielte es das lange Werk konzentriert, transparent, ausgewogen und klangschön in allen Instrumentengruppen, nach dem gelungenen Theaterfest am Vortag ein schöner Abschluss der ersten Saison der neuen Intendanz.
Somit wünsche ich allen LeserInnen einen schönen Sommer, aus Bad Ischl wird wieder Kai Uwe Garrels berichten (danke, Kai!), Mitte September geht es dann in Graz weiter.
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