Lehárfestival Bad Ischl 2010
Csárdásfürstin, Der Fidele Bauer
(Bad Ischl, Mai 2010). Eine Operette des musikalischen Hausherrn gibt es heuer nur konzertant zu erleben, nämlich Franz Lehárs zur Rarität gewordene Frasquita am 15. und 16. August: Die in der kommenden Saison auch in Graz zu erlebende Sopranistin Romana Noack wird die Titelrolle verkörpern, die Ischler Tenorentdeckung des Vorjahres Vincent Schirrmacher wird den Armand geben; ergänzt wird die Besetzung von den bewährten Rupert Bergmann, Robert Maszl und Thomas Zisterer, die musikalische Leitung wird Vinzenz Praxmarer übernehmen.
Die Eröffnungspremiere (17. Juli, 18 weitere Vorstellungen bis 5. September) gilt heuer Emmerich Kálmáns Meisterwerk Die Csárdásfürstin, für die das bereits bestens eingespielte Leading Team Marius Burkert (Dirigent) und Wolfgang Dosch (Regie) gewonnen werden konnte. Die Besetzungsliste liest sich prominent: Miriam Portmann als Titelheldin, der junge slowenische Tenor Matjaz Stopinsek als Edwin Ronald, Roman Martin und die steil aufstrebende Yvonne Friedli als Buffopaar , dazu kommen noch Helga Papouschek und Gerhard Balluch als Fürstenpaar, sowie Kurt Schreibmayer als Feri Bacsi.
Eine weitere Rarität kommt am 24. Juli (11 Folgevorstellungen bis 4. September) zu szenischen Ehren, nämlich Leo Falls Der Fidele Bauer, dessen Handlung ja gar nicht weit weg von Bad Ischl angesiedelt ist. Die vor Ort bereits mehrfach als Regisseurin erfolgreiche Dolores Schmidinger wird das Stück inszenieren, Vinzenz Praxmarer dirigiert, und kein Geringerer als Franz Suhrada wird als Titelheld zu erleben sein. Dazu kommen noch u. a. Romana Noack, Rupert Bergmann, Thomas Zisterer, Uschi Plautz und ein ebenfalls beim Lehárfestival bereits sehr erfolgreicher Tenor, Eugene Amesmann.
Auch das Jugendprojekt Europerette kann fortgeführt werden, in Ergänzung dazu wird es sogar eine Komponistenakademie unter der Leitung von Kurt Schwertsik geben.
Text: Wolfgang Würdinger



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