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Opernhaus Graz

Klassik am Sonntag

Bejubelte Leistungen

(Graz, 21.3.2010). Ein anderes Mozartbild als sein Stellvertreter bot Johannes Fritzsch nur wenig mehr als zwölf Stunden nach der Figaropremiere im Verein mit dem Grazer Philharmonischen Orchester bei der Interpretation der Symphonie KV 504, der Prager: Perfekte Tempowahl – wie viele Dirigenten zerdehnten schon das Andante des zweiten Satzes – größtmögliche Präzision und Klangtransparenz sowie geschärfte Konturen, ohne dass das Musikantische zu kurz gekommen wäre, eine bejubelte Wiedergabe.
Ebenfalls bejubelt wurden zuvor der souveräne Hornist Martin Schöpfer (Natur- und Ventilhorn) und der im Hause debütierende Tenor Tilman Lichdi, die für eine fulminante Wiedergabe von Benjamin Brittens Serenade für Tenor, Horn und Orchester sorgten, sorgsam begleitet von Johannes Fritzsch, der mit dem Orchester die unterschiedlichen Stimmungen der acht Nummern genau auslotete. Tilman Lichdi ist nicht nur für seine schöne, schlanke und schlackenlos geführte Stimme zu bewundern, sondern ebenso für die stilistische Sicherheit, mit der er Brittens teilweise doch spröde Musik vortrug.
Als erstes Stück war Mendelssohn Bartholdys Konzertouverture Die Hebriden erklungen, wobei die romantisch charakterisierten Naturstimmungen schön herausgearbeitet wurden.

Leider wurde der dreiteilige Zyklus Klassik am Sonntag vom Publikum nicht ganz in der erwünschten Weise angenommen, daher ist es umso erfreulicher, dass er in der kommenden Saison fortgesetzt werden soll.

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Johannes Fritzsch

 

Linktipp:

buehnen-graz.com