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Schauspielhaus Graz, Probebühne

Ewald Palmetshofer: faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete

Brillantes Ensemble im postmodernen Faustremake

(Graz, 30.4.2011). Gar viel auf einmal verpackt der junge oberösterreichische Dramatiker in sein postmodernes Faustremake: Drei junge Paare, die sich zur bring what you eat Balkonparty treffen, einander eigentlich nicht viel zu sagen haben, aber beinahe krampfhaft die Neuen in ihre von Konsumdenken geprägte Welt integrieren wollen, dazu in XY Ungelöst Manier ein Kindsmord, die Darsteller treten immer wieder aus ihren Rollen heraus und verkörpern ER und SIE (könnten auch Faust und Margarete sein). Sprachlich pendelt der Text zwischen vielen leider heute so modernen elliptischen, beinahe prädikatlosen und mehr oder minder banalen Sätzen, welche die teilweise Sprachlosigkeit unserer Gesellschaft widerspiegeln, und philosophischen Betrachtungen über das Leben und die Welt, in der dieses geführt wird.

In der Regie von Anna-Sophie Mahler brilliert das sechsköpfige Ensemble (Pia Luise Händler, Katharina Klar, Verena Lercher, Thomas Frank, Florian Köhler und Leon Ullrich) und bewältigt höchst differenziert den vielschichtigen Text, bestens auf die jeweilige Situation abgestimmt die Musik von Gerriet K. Sharma.

Folgevorstellungen:
28. Mai
7. und 15. Juni

Text: Wolfgang Würdinger




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buehnen-graz.com