Opernhaus Graz
Eröffnungsskonzert 2010
Starker Auftakt
(Graz, 18.9.2010). Das Eröffnungskonzert der neuen Spielzeit war gleichzeitig auch das Festkonzert zum 60-jährigen Jubiläum des Grazer Philharmonischen Orchesters – und so erklang nach der Pause wie schon damals, seinerzeit allerdings im Stephaniensaal, Ludwig van Beethovens dritte Symphonie in Es-Dur, die Eroica. Chefdirigent Johannes Fritzsch wählte für seine Interpretation eher flotte Tempi, ohne jedoch zu hetzen, kostete alle Steigerungen aus und vermied, vor allem im zweiten Satz, jegliche Sentimentalität oder übersteigertes Pathos. Das glänzend disponierte Orchester folgte dieser Ansicht und jedem kleinen Zeichen willig, und so erklang eine beeindruckende und bejubelte Wiedergabe.
Ebenfalls heftig bejubelt wurde vor der Pause der Pianist Markus Schirmer, der sich einerseits kraftvoll zupackend, andererseits die lyrischen Passagen gefühlvoll auskostend dem Klavierkonzert in a-moll von Robert Schumann widmete, das Orchester erwies sich als ebenbürtiger Partner.
Als erstes Stück war Gerd Kührs 1989 entstandenes Eso es erklungen, eine kontemplative Meditation über den Ton es, womit sich der Kreis zur Eroica schloß, das Orchester hatte die Gelegenheit, und nahm sie auch wahr, sein Können und seine stilistische Kompetenz bei je einem Stück der Moderne, der Romantik und der Klassik unter Beweis zu stellen.
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