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Promis logieren auf Staatskosten

Viel Lärm um ein Nichts

Das wohl bekannteste Nichts unserer Zeit, Paris Hilton, sitzt im Knast. Und dort landete sie nicht etwa wegen strafbarer Dummheit, Make-Up Missbrauch oder Fotzenzeigen in der Öffentlichkeit, sondern – wir wissen es eh alle – Fahren ohne Führerschein. Soweit ich informiert bin, hat sie sich vor dem Delikt nicht mit Dosenprosecco zugedröhnt. Dabei wäre das die ideale Gelegenheit gewesen, für die von ihr vermarktete Puffbrause zu werben.

Dann hätte sie bei ihrem Weg ins Gefängnis auch nicht weinen müssen, sondern hätte ihren Fans mit den Worten „Damit alle so besoffen sein können wie ich“ zuprosten können. Denn so gut riechen wie sie dürfen Parisfans dank eines von ihr kreierten Parfüms schon lange.

Nun logiert die Gute also mehr als einen Monat auf Staatskosten. Ist das nicht amüsant? Der Spross einer Familie, die weltweit tausenden – ach was - Millionen oder gar Milliarden von Menschen in ihren Luxushotels Quartier gewährt, wird wohnungsmäßig vom Staat versorgt und das auch noch gratis! Paris Hilton ist wirklich zu beneiden. Dabei verfügt sie außer den Hotels ihrer Familie auch noch über eine wunderschöne Villa und hätte eine staatliche Wohnversorgung wirklich nicht nötig. Da verstehe ich nicht ganz, warum andere Promis, denen es finanziell viel schlechter geht, sich so gegen Urlaub auf Staatskosten wehren. Michael Jackson oder O. J. Simpson zum Beispiel hätten Einsparungen bei den Lebenshaltungskosten dringend nötig gehabt, wehrten sich aber mit Händen und Füßen dagegen.

Und wie schaut es bei uns in Österreich aus? Auch wir haben so was Ähnliches wie Paris Hilton zu bieten: Stichworte: Medialer Rummel um Nichts, uninteressantes Etwas spielt sich in den Vordergrund und endet vor dem Richter … Na – klingelt es?

Ja natürlich! Hannes Kartnig ist unser Grazer Pendant zu Paris Hilton! Der hat zwar einen Führerschein, aber das Gaspedal seiner Rolls Royces wird er in nächster Zukunft wohl nicht berühren. Auch er lässt sich nämlich von der Justiz unter die Arme greifen, wenn es um ein sicheres und warmes Bett geht, das seine Leibesfülle aufnehmen kann.

Nun aber genug der Schadenfreude. Die erwähnten Promis werden in absehbarer Zeit wieder in ihre Villen zurückkehren und ihre uninteressanten Leben wie gewohnt fortsetzen – aber was ist mit jenen Menschen, die wirklich auf staatliche Hilfe angewiesen sind und trotzdem auf der Straße leben müssen? Nicht irgendwo in der Dritten Welt, sondern hier bei uns. Und davon gibt es genug – und es werden immer meh …

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