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Ein politischer Fingerzeig?

Tote PolitikerInnen

Liese Prokop, die Innenministerin unserer immer noch in postelektionärem Winterschlaf befindlichen Regierung, ist in der Silvesternacht verstorben. Ein tragischer Vorfall, der mich persönlich betroffen machte. Aber ihr plötzlicher Tod kann auch als politischer Fingerzeig gesehen werden:

Wird Schüssel so lange mit Koalitionsgesprächen zuwarten, bis die natürliche Lebenserwartung seiner Regierungsmannschaft abgelaufen ist? Na dann haben wir ja noch eine ziemliche Durststrecke vor uns! Die Gehrer ist zwar nicht mehr die Jüngste, aber bis Grasser am Bankl reißt, werden wir wohl noch ein wenig warten müssen. Trotzdem wird Schüssel nicht ewig untätig bleiben können. Oder vielleicht doch?

Zu Kaisers Zeiten war es ja auch nicht anders. Einem Wechsel der Regierungsmacht musste ein Trauerzug vorangehen, der in der Kapuzinergruft endete – und um unseren letzten Kaiser loszuwerden, war gar ein Krieg notwendig. Na ja – eigentlich war der Krieg ja dazu gedacht, die Kaiserkrone zu erhalten, aber was soll's.

Müssen wir jetzt wirklich auf Schüssels Tod warten oder ist gar ein Krieg notwendig, um endlich in Ruhe regieren lassen zu können? Na – so schlimm wird es wohl nicht kommen. Schließlich leben wir ja in Österreich, wo zwar heiß gekocht, aber lauwarm gegessen wird.

Ich bin aber trotzdem neugierig, wer als nächster aus der Regierungsmannschaft das Zeitliche segnen wird, denn dass die angekündigten Koalitionsgespräche in Gang kommen, ist nicht zu erwarten …

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