Das Jackson-Urteil:
Durchschaubares Spiel
Jetzt ist es also amtlich: Michael Jackson ist unschuldig – oder zumindest von allen Anklagepunkten freigesprochen.
Offensichtlich hat er eine gnädige Jury gefunden. Aber ich war ja schon zu Anfang des Prozesses davon überzeugt, dass es zu einem Freispruch kommen würde. Viel zu durchschaubar war das Spiel, welches die Familie des angeblichen Opfers da inszeniert hatte. War doch klar, dass von der Bagage nichts mehr übrig war, nachdem Jacksons Anwälte mit denen fertig waren.
Wie ein souveräner Sieger ist Michael dem Gerichtssaal nach der Urteilsverkündung allerdings nicht entstiegen. Eine Menge von dem Dreck, der da – zwar unter Ausschluss des Fernsehens, aber vor den Ohren der Welt – gewaschen worden ist, blieb an seiner gebleichten Haut hängen. Da hilft auch kein noch so dickes Make-Up. Michael Jackson hat endgültig sein Image als Saubermann verloren. Auch wenn er tatsächlich nur ein Opfer seiner seltsame Blüten treibenden Kinderliebe ist, so muss er sich trotzdem den Vorwurf gefallen lassen, fast sträflich naiv gewesen zu sein. Was hat man denn zu erwarten, wenn man zwielichtige Gestalten zu sich nimmt und mit denen im gleichen Zimmer übernachtet? Da ist ein morgendlicher Gang zur Polizei ja schon vorprogrammiert. Dass es im vorliegenden Fall ein wenig anders und vor allem spektakulärer abgelaufen ist, wurde wohl durch den enormen Vermögensunterschied zwischen Täter und Opfer (Rollen sind je nach Vorliebe zu verteilen) bedingt.
Aber Schwamm drüber! Jacko ist so weit wie möglich rehabilitiert. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass er vor dem Konkursgericht genauso gnädige Richter finden möge …
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